Angaben zu meiner Person

Dr. Wolfgang Hien

Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler, Medizinsoziologe, Biographieforscher, Lehrbeauftragter der Universität Bremen im Studiengang Public Health, seit 2006 freiberuflich.

Werdegang

Jahrgang 1949, im Erstberuf Chemielaborant mit insgesamt 17 Jahren Betriebserfahrung in Labor und Produktion, Studium an der Universität Heidelberg in den Fächern Biochemie und Philosophie (u.a. bei Johann Pall Arnason und Jean-Marie Vincent) sowie in Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Arbeitswissenschaft an der Universität Bremen, Abschluss 1988 (Dipl.-Päd.) und Promotion 1992 (Dr. rer. pol.) in Arbeits- und Gesundheitswissenschaften. Seit 1989 in Forschung und Lehre tätig, zwischen 2003 und 2005 Referatsleiter für Gesundheitsschutz beim DGB-Bundesvorstand, seit Januar 2006 Inhaber und Leiter des Forschungsbüros für Arbeit, Gesundheit und Biographie.

Kompetenzen

> Forschung

Forschungsprojekte zur Geschichte und Soziologie der Arbeitsmedizin, zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in verschiedenen Bereichen (Chemieindustrie, Handwerk, Lebensmittelhandel), zur Lebenssituation älterer ehemaliger Werftarbeiter, älterer Softwareentwickler/innen und älterer Pflegekräfte. Seit 2010 Research Fellow der Stiftung für Sozialgeschichte mit einem Projekt zur Geschichte des Arbeiter/innen-Schutzes 1880 bis heute.

> Lehraufträge

Seit 1979 führe ich Seminare durch an Volkshochschulen und anderen Erwachsenenbildungseinrichtungen, bei Gewerkschaften, Kirchen, Handwerkskammern, Arbeitnehmerkammer, Arbeitskammern Wien und Linz, seit 1989 Lehrbeauftragter der Universitäten Bremen und Hannover sowie in Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung für Arbeitsmediziner, Sicherheitsfachkräfte und Umweltberater.

> Fachberatung

Seit den 80er Jahren berate ich von Berufskrankheiten Betroffene und erstelle arbeitswissenschaftliche Gutachten (Arbeitsanamnesen, Befragungs-Auswertungen u.a.m.). Ferner berate ich Firmen und Interessenvertretungen in Fragen der Gesundheitsprävention. Hierbei hat sich der Schwerpunkt von den chemischen auf psychische Belastungen verlagert. Ich berate ferner Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen.

> Publizistik

Neben dem wissenschaftlichen Publizieren (seit 1985 mehrere Monographien und etwa 150 Artikel in Fachzeitschriften) versuche ich, wissenschaftliche Erkenntnisse im Sinne des Fachjournalismus in allgemeinverständlicher Sprache an den Mann und an die Frau zu bringen. Seit 1989 schreibe ich regelmäßig für die Arbeit-und-Ökologie-Briefe, jetzt: "Gute Arbeit - Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung".

> Ehrenamtliche Arbeit

Neben meiner ehremamtlichen Unterstützungsarbeit für arbeits- und berufsbedingt Erkrankte und Vereine wie z.B. Arbeit und Zukunft e.V., Blaue Karawane e.V. bin ich aktiv im Verein für kritische Arbeits-, Gesundheits- und Lebenswissenschaft e.V. in Bremen, welcher dem herrschenden neoliberalen Zeitgeist die Idee von Solidarität und gegenseitiger Hilfestellung entgegen setzen will.

> Links

Summarischer Lebenslauf und Liste ausgewählter Veröffentlichungen

Ältere Veröffentlichungen (1986-2000)

Link zum Verein für kritische Arbeits-, Gesundheits- und Lebenswissenschaft e.V.